Bunte, bewegende (Wort-)Bilder

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Bunte, bewegende, berührende musikalische (Wort-)Bilder

Der Bogen eines Frauenlebens: „Ka l eidoskop der Leidenscha f t“ mit einer Schauspielerin, einem Musiker – sowie Gedichten und Bildern einer Künstlerin und einem Video eines Experimentalfilmers.

Als Rahmenhandlung, ein Bogen, der durch das zarte und doch sehr starke, bewegte und bewegende Leben einer Frau führt, nahm für „Ka l eidoskop der Leidenscha f t“ (*) Rita Luksch ihr eigenes her. Schon früh hatte sie den Wunsch Schauspielerin zu werden. Als solche sei sie nicht auf ein Leben beschränkt, sondern könne in die Rollen vieler Personen und deren Leben schlüpfen. Wurde es ja auch – quod erat demonstrandum (was zu zeigen war) – wie es bei mathematischen Beweisableitungen in der Schule und Wissenschaft oft heißt.

Auf und ab, hin und her …

Aber gegen Widerstände. Bedenken der Oma, starkes Dagegenreden des Vaters, der sich sonst recht weltoffen gab. Aufblühende, erfüllende Eltern, romantische-, Natur-Lieben und Trennungen, Geburt der Kinder, Erfolge auf Bühnen und vor Kameras, eigene Theatergruppe und Projekte – wo niemand dreinredet. Aber gern auch Miteinander. Mit dem Musiker auf der Bühne, seit einigen Jahren auch Lebenspartner.

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 Der Musiker mit der „Pipe“

Verspielter Musiker

Dieser Georg O. Luksch sitzt immer hinter einer Art Sammelsurium analoger und elektronischer Instrumente wie in einem Kleinstudio auf der Bühne. Keyboard, Synthesizer mit vielen Kabeln und blinkenden Lichtern. Und immer wieder einmal neuen, (fast) noch nie gesehenen Instrumenten. Diesmal u.a.  einer „Pipe“ (erfunden von Vlad Kraemer) – einem weißen, kleinen, ein wenig klobig wirkenden Teil, in das er hineinblasen und die Töne über Regler ziemlich schräg verändern kann. Und einem Stab der an eine Art Laserschwert erinnert, der bei Berührung flutschende Töne ähnlich einem Theremin erzeugt.

Miteinander

Nur einmal, da steht der Musiker auf, kommt aus seiner halbhohen Instrumenten-Burg hervor. Da geht’s auch um ihn. Um die erfüllte Liebe der beiden. Da sind sie sich auch auf der Bühne ganz nah – und lassen über ein kleines elektronisches Ding, das nur funktioniert, wenn beide es berühren, Töne erklingen.

Zwei weitere Künstler:innen

Wenngleich auf der Bühne nur die beiden analog zu sehen sind, so „bevölkern“ noch zwei weitere Künstler:innen das „Kaleidoskop der Ka l eidoskop der Leidenscha f t“ (Das Auseinanderziehen bei einigen Buchstaben Titelschrift ist eine künstlerische Entscheidung der Mitwirkenden – erinnert an einen Herzschlag, meinte die Wort- und Bild-Artistin Gergana Popova und fanden Rita und Georg O. Luksch damit sehr passend für ihr Stück): Gergana Popova und Erich Heyduck.

„Die Schlafende“ nennt Gergana Popava dieses Bild

Von Popova stammen 20 Gedichte mit fantasievollen, plastischen Wortbildern („brich dir einen Sonnenstrahl“, „in meinem Kopf nisten Kanarienvögel …“, „die Nacht beißt sich einen Wipfel ab…“), die einen Großteil des von der Schauspielerin inszenierten Textes bilden. Und darüber hinaus noch 17 ebenso starke, fantasievolle Gemälde, die der Videokünstler Heyduck, gemischt mit Fotos und visuellen Effekten zum Video gemixt hat, das im Hintergrund des Stücks abläuft und den Gesamteindruck des Kaleidoskops ergibt.

 

Träume meine Bilder, Gedichte und Musik

„Ich träume meine Bilder bis ins letzte Detail, in die kleinsten Striche und Punkte“, erzählt Gergana Popova im Telefoninterview mit Kinder I Jugend I Kultur I und mehr … „Das gilt auch für meine Gedichte. Wie bei einem Diktat/einer Ansage in der Schule. Es ist als würde unsichtbar meine Hand beim Schreiben, Malen und Zeichnen geführt oder mir etwas Unhörbares ins Ohr geflüstert.“

Gleiches gelte für Musik, die sie auch macht. „Wenn ich Musik höre, sehe ich Farben, zu Gefühlen tauchen auch immer Farben oder oft auch dreidimensionale Objekte vor meinen inneren Augen auf“, bringt die Künstlerin Synästhesie auf den Punkt. Die Bilder – nicht nur die 17 fürs Video, sondern noch gut fünf Dutzend weitere – sind alle in den letzten zweieinhalb Jahren entstanden. Da habe sie unter sehr starkem Burnout gelitten, „teilweise konnte ich gar nicht mehr sprechen, sondern mich nur mehr mit Zeichnungen verständigen“, gesteht die Künstlerin, die schon in ihrer Jugend in Bulgarien Gedichte veröffentlicht hat. „Aber heute schreie und träume ich längst fast nur auf Deutsch.“

Ka l eidoskop der Leidenscha f t (*)

Multimediales Musik-Poesie-Theater
von und mit Rita Luksch & Georg O. Luksch
mit 20 Gedichten und 17 Bildern von Gergana Popova und Experimentalfilm von Erich Heyduck – unter Verwendung u.a. von Bildern der genannten Künstlerin
Ca. 1 1/2 Stunden

(*) Das Auseinanderziehen bei einigen Buchstaben Titelschrift ist eine künstlerische Entscheidung der Mitwirkenden – erinnert an einen Herzschlag, meinte die Wort- und Bild-Artistin Gergana Popova und fanden Rit und Georg O. Luksch damit sehr passend für ihr Stück.

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