Pressestimme zur KASSANDRA 4D Uraufführung (Heinz Wagner / KIJUKU):
Atmosphärisches Zusammenspiel „Kassandra 4D“ vom Ensemble21
Musik, Sound, Geräusche aus einem Live-Studio unterschiedlichster Tasten-Instrumente und Regler. Hin und wieder greift Georg O. Luksch zu einer „Pipe“, einem ein wenig klobig wirkenden Blasinstrument samt Knöpfen zu elektronischen Verzerrungen. Mit seinem analogen, elektronischen Tonstudio fast in Form eines Cockpits schafft er durchgängig die akustische Atmosphäre für „Kassandra 4D“, das er gemeinsam mit Rita Luksch entwickelt hat und nun live performt. Die Schauspielerin lässt Texte lebendig werden, schlüpft in die Rolle der mythologischen Titelheldin, switcht mühelos über rund viereinhalb Jahrtausende – mit verbalen Ausflügen Millionen Jahre zurück. kijuku.at

#LandausSchnellkritik, „Der kleine Prinz“, nach Antoine de Saint-Exupéry, eine Produktion von Ensemble21
Der dem Text innewohnenden starken Poesie voll und ganz vertrauen. Ihn mit stellenweiser magischer Tongebung vortragen. An einigen Stellen mit eigenen Kompositionen verstärken, aufhellen. In wenigen Momenten mit selbst geschriebenen Liedern veredeln.
All das zeichnet den folgerichtig tatsächlich geradezu magisch poetischen Abend aus, diese Fassung ![]()
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Geschrieben und vorgetragen von Rita Luksch Schauspiel, musikalisch unterlegt mit der Musik von und mit Georg Luksch Music, dazu Amélie Persché, auch diese beiden wirken schauspielerisch an Schlüsselstellen mit.
Insgesamt berührt dieser Abend voll und ganz, und wohl auch altersunabhängig von jünger bis (ur) alt. Zumindest empfand (und empfinde) ich selbst es so.
Auch sehr schön, die Wirkung des Abends ebenfalls positiv verstärkend, der visuelle Background von Filmemacher Erich Heyduck.
Siehe auch im Video, nächsten Mittwoch, am 17.12., kommt auch Gebärdensprach-Schauspieler Markus Pol hinzu, und wird diese Poesie auch mit Gebärdensprache ergänzen. Finde ich ganz besonders großartig! ![]()
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Und nun, danke für diesen herrlich schönen Abend ![]()
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#LandausSchnellkritik, „Cissy & Hugo a Caracas“, das Ensemble21 in der TheaterArche, mit Rita Luksch, Rita Luksch Schauspiel und Georg Luksch, Georg Luksch Music![]()
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Wie schon im Video gesagt, ein Abend, gewidmet der großen Cissy Kraner, sie, die zugleich ohne ihren Hugo Wiener wohl wesentlich „weniger“ gewesen wäre ![]()
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Voller Elan & Charme verwebt dieser Abend das reiche Leben von Cissy Kraner mit einigen ihrer bekanntesten Nummern (ergänzt um einiges mehr), und ermöglicht so einen sehr schönen Rückblick auf Cissy Kraner & Hugo Wiener ![]()
Sie, die legendär „Komische“, mit der besonders prägnanten Stimme, wer sich vielleicht erinnert, etwa ihr Gastauftritt bei „der“ Pension Schöller, und vieles mehr ![]()
Und er, der quasi Stillere, Schaffer von geradezu Legionen an herrlichsten Nummern, und das für die verschiedensten Menschen und Gelegenheiten. Ebenfalls einer der ganz Großen ![]()
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Rita Luksch sowie Georg Luksch erfüllen diesen Abend perfekt mit Leben, musikalisch, charmant, flott, ein ganz großer Genuss, mit den beiden ein wenig in der Vergangenheit (auch Teilen meiner Jugend) schwelgen zu dürfen. Danke! ![]()
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-> Zu sehen, an ausgesuchten Terminen bis zum 11. November. Jeweils um 19.30 in der wunderbaren TheaterArche ![]()
Anja Schmidt, Kulturschatulle: Ensemble21 mit „Cissy & Hugo a Caracas“: Musikalische Reminiszenzen an ein großes Künstlerpaar
„Ich wünsch’ mir zum Geburtstag einen Vorderzahn“ ist jenes Lied von Cissy Kraner, an das ich mich am besten zurückerinnern kann. Oftmals habe ich sie und ihren Ehemann Hugo Wiener in meiner Jugend im Fernsehen erlebt, sie als Sängerin und ihn am Klavier, Cissy Kraner begleitend.
Wie reich und vielfältig aber das musikalische Vermächtnis des Künstlerpaares ist und wie tragisch und turbulent ihr gemeinsamer Lebensweg vor und während des Zweiten Weltkrieges ausgesehen hat, das kann man derzeit im Rahmen der aktuellen Produktion des Ensemble21 „Cissy & Hugo a Caracas“ erleben.
Gleich vorweg: Hier wird keine Kopie des künstlerischen Werks geboten, sondern Rita Luksch und Georg O. Luksch nähern sich dem Thema und den Protagonisten mit Respekt, Wertschätzung und ihrer ganz eigenen Interpretation. Rita Luksch verkörpert die Diseuse auf sehr charmante Art und Weise, verleiht der jungen Cissy, die eigentlich Gisela heißt, selbstbewusste, ein wenig aufmüpfige Züge, um sie in späteren Jahren als gereiften Charakter mit hoher Resilienz zu zeigen. Georg O. Luksch, der Multiinstrumentalist, schlüpft in die Rolle ihres Ehemannes Hugo Wiener, der Piano spielt und darüber hinaus, wie in allen Produktionen, einen eigenen Klangkörper für das Stück kreiert. Auf eine Videowand wird eine Collage aus Fotos und Bewegtbildern (Erich Heyduck) aus dem Wien der Vor- und Nachkriegszeit projiziert, Kritiken sowie Dokumente aus dem Familienarchiv, die der ganzen Inszenierung ein historisches Fundament und eine optisch eindringliche Wirkung verleihen.
Das Publikum lernt die junge Cissy Kraner kennen, als sie 1938 auf der Flucht nach Südamerika „ihren“ Hugo Wiener kennenlernt. Noch im selben Jahr gastieren sie in Bogotá und gehen gemeinsam auf Tournee durch ganz Kolumbien. In Caracas, der Hauptstadt von Venezuela, eröffnen Kraner und Wiener 1943, nach ihrer Hochzeit, eine Bar, die den beiden Künstlern nach Anlaufschwierigkeiten einen sicheren Hafen und Auftrittsmöglichkeiten verschafft. Hugo Wiener schreibt „seiner“ Cissy die mehrsprachigen Chansons quasi auf den Leib, die bis heute mit zeitlos-ironischer Schärfe für Unterhaltung sorgen. Bis zur Rückkehr nach Wien 1948 vergehen zehn Jahre, in denen das Duo auch mit großer Trauer um verstorbene oder im KZ ermordetet Familienmitglieder umzugehen lernen muss.
Im Kabarett Simpl waren Cissy Kraner und Hugo Wiener lange Jahre Ensemblemitglieder, sehr präsent auch auf vielen anderen Theaterbühnen und im Fernsehen. Rita Luksch nähert sich dem Werk von Cissy Kraner und Hugo Wiener mit großer stimmlicher Präzision, Georg O. Luksch musiziert Evergreens wie „Der Nowak lässt mich nicht verkommen“ oder „Der Vamp von Favoriten“ mit großer Verve und lässt sie unvergänglich wirken. Insgesamt ist „Cissy & Hugo a Caracas“ ein historisch profund recherchiertes, schauspielerisch, gesanglich und musikalisch sehr gelungenes Werk, das dem Publikum zwei große Künstlerpersönlichkeiten näher bringt und sie für die Gegenwart höchst lebendig und relevant erscheinen lässt – in einer geglückten Mischung aus Humor, Tiefgang und berührenden Momenten! Große Empfehlung!
Ebenso ans Herz gelegt sei die zugehörige CD, die um 15,- Euro (zuzüglich Versandkosten) erhältlich ist. Zu bestellen unter: kontakt@ensemble21.at (Anja Schmidt, Kulturschatulle)

KiJuKu Heinz Wagner 27.10.25: Humorvoll-bissige und zeitlose Lieder
Ensemble 21 gastiert im Theater Arche mit „Cissy & Hugo a Caracas“ bis fast Mitte November 2025.
„Ich wünsch mir zum Geburtstag einen Vorderzahn“ singt die Darstellerin. Was vielleicht schräg bis absurd klingen mag, ist eine sehr frühe, in leichtem, fast ohrwurmartigem Ton daherkommende Anklage gegen das, was als „häusliche Gewalt“ thematisiert wurde und wird. Und das rund um 1960, eher noch ein massives Tabu.
Während sich ihre Freundinnen und Verwandten alle den einen oder anderen Luxusartikel, meist zum Anziehen erträumten, wünscht sich die Sängerin eben einen Vorderzahn, „Den meinen schlug der Ferdinand mir ein“. Samt Erkenntnis: „Ich weiß bis heute nicht, warum er das getan / Aus Liebe kann es nicht gewesen sein.“
Mit einem schwarzen Fleck im Oberkiefer singt Rita Luksch diesen alten Schlager, einen der bekanntesten aus dem Universum des Duos Cissy Kraner (1918 – 2012) und Hugo Wiener (1904 – 1993). Sie sang und interpretierte, was er komponierte und textete; wobei Wiener auch für andere – und nicht nur Liedtexte – verfasste.

Rita Luksch und Georg O. Luksch (Multiinstrumentalist und als Hugo Wiener) laden mit ihrem rund zweistündigen Programm (eine Pause) ein auf eine amüsante, abwechslungsreiche musikalische Zeitreise und Ausflüge in die Geschichte. Hugo Wiener musste 1938 vor den Nazis, die die Macht übernommen hatten und von allzu vielen Bewohner:innen unterstützt wurden, flüchten. Und selbst das konnte er nur, weil ihm ein bekannter Schauspieler und Sänger (Fritz Imhoff) einen Blankoscheck für die „Reichsfluchtsteuer“ ausstellte.
Mit der Revuebühne Femina, die eine Einladung in die kolumbianische Hauptstadt Bogotá bekommen hatte, konnte er – aber nicht seine Familie, die später großteils in Konzentrationslagern ermordet wurde – entkommen; mit in der Crew Cissy Kraner, die eigentlich Gisela Maria Spitz hieß. Bei früheren Auftritten wurde oftmals ihr Name falsch geschrieben und so nutzte sie einen der Fehler Cissy statt Gisi als Beginn ihres Künstlerinnen-Namens.

Berühmtes Exil-Café
In Südamerika heirateten die beiden, eröffneten in der Hauptstadt Venezuelas eine Bar mit ihrer beiden abendlichen Auftritten – sie singend, er Klavier spielend. Weshalb das Duo Rita und Georg O. Luksch ihren Abend auch „Cissy & Hugo a Caracas“ nennen. Die Bar, in der Cissy auf Spanisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Niederländisch sang, wurde bald zum Treffpunkt für geflüchtete Europäer:innen. Sie wurde aber so berühmt, dass auch manche Promis aus dem amerikanischen Kontinent zu Besuch kamen, unter anderem die First Lady aus den USA, Eleanor Roosevelt.
Eigene Interpretationen
Mit gut einem halben Dutzend Umzügen – manche Kleidungsstücke oder Accessoires, inklusive einer Perücke liegen auf einem kleinen Tisch und einem Sessel bereit, andere holt sie aus der neben der Bühne liegenden Garderobe – singt Rita, die den Abend auch inszeniert hat und die Zwischentexte verfasst hat, als Cissy Kraner. Ohne jedoch – wie so manch Original-Aufnahmen, die online zu finden sind – zu kopieren oder imitieren. Die berühmte Chanson-Sängerin brachte viele der Lieder oft selbstironisierend in einer Art kindertümelnder Akzentuierung zu Gehör. Rita Lukschs Interpretation ist eine eigene, meist ernster klingende. Was ziemlich genau im Sinne des berühmten Vorbildes sein müsste, die eine eigen- und selbstständige Persönlichkeit gewesen sein muss, unter anderem entgegen familiärem Rat die Laufbahn als Sängerin und Kabarettistin einschlug, klassische Rollenbilder in den ihr von Hugo Wiener sozusagen auf den Leib geschriebenen Chansons humorvoll in Frage stellte bzw. ad absurdum führte.

Musikalisches Cockpit
Georg O. Luksch sitzt – wie stets in den Produktionen bei Ensemble 21 – in einer Art musikalischer Steuerungszentrale mit mehreren herkömmlichen, aber wie immer auch ungewöhnlichen Instrumenten. Hier hauptsächlich als Hugo Wiener an einer Klavier-Tastatur, bedient er aber auch ein Glockenspiel in einem aufgeklappten Kunststoff-Köfferchen, kleine Bongo-Trommeln und nicht zuletzt ein Theremin, ein vor rund 100 Jahren erfundenes elektronisches Instrument, das ganz ohne Berührung, aber über Annäherung und Distanz an die / von den Antennen Töne erzeugt. Der Multi-Instrumentalist hat übrigens direkten familiären Bezug zur Protagonistin. Sein, schon verstorbener, älterer Bruder Rudi hat als Akkordeonist Cissy Kraner begleitet und jahrelang das Konzertcafe Schmid Hansl geleitet, wo Cissy Kraner auch oft aufgetreten ist. Der Vater von Rudi und Georg, Georg Luksch senior, hat mit Hugo Wiener Nummern geschrieben.
Video
Die Lukschs spielen nicht nur vorne auf der Bühne, sondern werden immer auch begleitet von Videos im Hintergrund. Sind die Bewegtbilder in vielen der anderen stücke eher experimenteller Natur, so hat Erich Heyduck dieses Mal viele historische Fotos und Dokumente von Kraner und Wiener zum Laufen gebracht – bis hin zur Passagierliste des Dampfers „Costa Rica“, mit dem die beiden von Amsterdam nach Bogotá flüchten konnten. „Diese Bilder hat uns die Autorin Ruth Contreras geschickt, ihre Eltern haben auch auf diesem Schiff Europa 1938 verlassen“, wie Rita Luksch Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… anvertraut. https://kijuku.at

Ich erinnere mich an Cissy Kraner und Hugo Wiener als skurriles Paar, das noch gelegentlich in TV-Shows zu sehen war: Sie, die Diva mit dem schrillen Auftreten, er, ein lächelnder älterer Herr, der sie am Klavier begleitet. Da waren sie längst Legenden des österreichischen Nachkriegskabaretts. Jahrzehntelang haben sie mit den satirischen Chansons, die er ihr auf den Leib geschrieben hat, das Publikum erfreut. Kaum bekannt war hingegen, dass sie ein abenteuerliches Leben und ein schweres Schicksal in der Emigration hatten. Dieses nachzuerzählen haben sich Rita und Georg O. Luksch in ihrem Programm „Cissy & Hugo a Caracas“ vorgenommen und es ist ein wirklich gelungener Abend geworden: lustig, berührend, erschütternd, aber ganz im Sinne der beiden, die sich trotz allem dem Humor verschrieben hatten, überwiegend amüsant. Rita Luksch ist Cissy, eigentlich Gisela, die es von Jugend an und ohne große Ausbildung als Tanz-Soubrette auf die Bühne zieht. Gerade zwanzigjährig bricht sie mit einem Überseedampfer zu einer Gastspielreise nach Bogotá auf, die ihrem späteren Ehemann Hugo Wiener zwar das Leben retten wird – man schreibt das Jahr 1938 und er ist Jude –, aber ein Übermaß an Verzweiflung, Heimweh und Entbehrungen bedeutet, ehe sie sich in der Pianobar „Johnny’s Music-Box“ in Caracas als Comedy-Duo etablieren können und Entertainment in fünf Sprachen bieten. 1948 entschließen sie sich zur Rückkehr nach Wien, feiern alsbald auch hier große Erfolge. Man erwartet, von ihnen zum Lachen gebracht zu werden, und das beherrschen sie meisterlich, doch Bitterkeit bleibt…– Lieder, die herrlich ironisch Alltagskalamitäten kleiner Leute behandeln wie „Ich wünsch mir zum Geburtstag einen Vorderzahn“, „Der Nowak lässt mich nicht verkommen“ oder „Der Vamp von Favoriten“ sind zeitlos. Rita Luksch trifft dafür immer den richtigen Tonfall zwischen naiv, frivol und vulgär, imitiert Cissy Kraner aber nie, sondern bietet ihre eigene Interpretation. Georg O. Luksch hält sich wie einst Hugo Wiener bei aller Musikalität dezent im Hintergrund. Beste Unterhaltung, aber mit Tiefgang!
#cissyundhugoacaracas#cissykraner#hugowiener @rita.luksch #georgoluksch @ensemble21_vienna @theaterarche 21.10.25 Peter Jungmayer auf Instagram

20.10.2025 – Theater Arche/ Wien
CISSY & HUGO a Caracas
Es ist ein Abend von seltener Balance. „CISSY & HUGO a Caracas“ verbindet historische Erinnerung mit musikalischem Witz und emotionaler Tiefe. Das Musiktheater von und mit Rita Luksch und Georg O. Luksch nimmt das Publikum mit auf eine ebenso berührende, wie vergnügliche Reise durch das Leben der großen österreichischen Kabarettistin Cissy Kraner und ihres kongenialen Partners Hugo Wiener.
Schon der Titel verrät, dass es hier um mehr geht als um eine Liebesgeschichte. Im Zentrum stehen Flucht, Neubeginn und künstlerische Selbstbehauptung. 1938 begegnet die junge Cissy Kraner dem Komponisten Hugo Wiener und mit ihm entkommt sie den Nationalsozialisten durch ihre Flucht nach Südamerika. In Caracas finden die beiden nicht nur eine neue Heimat, sondern auch eine gemeinsame Bühne. Diese biografische Zäsur bildet den dramaturgischen Kern des Abends, den Rita Luksch mit kluger Leichtigkeit und spürbarer Empathie gestaltet.

Rita Luksch verkörpert Cissy Kraner mit Witz, Widerstandskraft und präziser Sprachkunst, ohne in bloße Nachahmung zu verfallen. Ihre Interpretation der legendären Chansons, von „Der Nowak lässt mich nicht verkommen“ bis „Ich wünsch mir zum Geburtstag einen Vorderzahn“, überzeugt durch stimmliche Präsenz und eine fein modulierte Artikulation, die das sprachliche Feuerwerk Hugo Wieners in neuem Glanz aufscheinen lässt.
Georg O. Luksch, Musiker und Grammy-Preisträger, ist dabei weit mehr als ein Begleiter am Klavier. Mit feinem Gespür für Rhythmus und Atmosphäre gestaltet er einen facettenreichen Klangraum, der die Zeitreisen zwischen Wien, Caracas und dem Kabarett Simpl organisch miteinander verbindet. Die live erzeugten Visuals erweitern den Bühnenraum zu einem poetischen Erinnerungsort. Sie zitieren historische Dokumente, spiegeln Zeitgeist und fügen subtile visuelle Kommentare hinzu.

Das Besondere an diesem Abend ist die stilistische Souveränität, mit der sich die Inszenierung zwischen Musiktheater, Kabarett und Zeitgeschichte bewegt. Humor und Tragik treten in einen lebendigen Dialog. Wo das Lachen aufblitzt, ist die Ahnung des Verlusts stets spürbar. Zugleich ist „CISSY & HUGO a Caracas“ eine Liebeserklärung an die Kunst, an das Überleben durch Witz und an das unzertrennliche Paar, das Cissy und Hugo waren.
Diese Hommage ist alles andere als nostalgisch. Rita und Georg O. Luksch gelingt es, den Geist des Wiener Nachkriegskabaretts in die Gegenwart zu holen, musikalisch, theatral und zutiefst menschlich.
Ein Abend von großer künstlerischer Hingabe, elegant inszeniert und klanglich raffiniert: „CISSY & HUGO a Caracas“ erinnert daran, dass Humor immer auch eine Form des Widerstands ist.
Kritik: Michaela Springer; Fotos: Wolfgang Springer
https://www.musicalcocktail.info/Cissy-und-Hugo
Freie Redaktion Birgit Schmatz: Die mutige Cissy & ihr Hugo
Die Geschichte eines Künstlerpaares, das sich auf der Flucht verliebt und trotz widrigster Umstände und auf abenteuerlichen Wegen zu weltweiter Bekanntheit und Erfolg gelangt – das ist die Geschichte von Cissy Kraner und Hugo Wiener. Sängerin und Schauspielerin Rita Luksch und Musiker Georg O. Luksch haben legendäre Hits mit neu geschriebenen Nummern verwoben und mit einem Film von Erich Heyduck, der im Hintergrund läuft, kombiniert… www.meinbezirk.at




DER KLEINE PRINZ mit GEBÄRDENSPRACHE : Antoine de Saint-Exupérys philosophisch-poetisches Märchen „Der kleine Prinz“ als Performance aus Schauspiel, Sound, Gesang, Visuals und Gebärdensprache – ein faszinierendes Gesamterlebnis! Die berührende Parabel über Zuneigung, Mitmenschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein ist eines der meist rezipierten Werke der Weltliteratur und hier doch noch einmal ganz neu erfahrbar. Allround-Künstlerin Rita Luksch – von ihr stammen auch Spielfassung und Inszenierung – verkörpert den staunenden Bruchpiloten (das Alter Ego des Autors) und verwandelt sich von einem Augenblick zum anderen mit glockenheller Stimme in die naiv-weise Titelfigur ebenso wie in eine Reihe weiterer lächerlich selbstbezogener Episodenfiguren mit Ausnahme des Königs, für den Multiinstrumentalist Georg O. Luksch – er unterlegt den Text live mit vorwärtsdrängenden Rhythmen an den Tasten und Sphärenklängen am flüsternden Schlagwerk – kurz das Elektronikpult verlässt und gravitätisch in die Purpurrobe schlüpft, um den hohlen Popanz zu geben. Amélie Persché hat nicht nur die ikonischen Originalillustrationen in großformatigen Gemälden dargestellt, sie streicht auch elegisch die Bratsche und übernimmt die Rolle des Fuchses, der gezähmt werden will und dafür mit tiefen Erkenntnissen über das Wesen der Freundschaft entlohnt. Und nun stelle man sich vor, dass all das simultan in Gebärdensprache übersetzt wird und zwar mit grandios ausufernder Mimik und Gestik, die sogar für den Unkundigen eine Fülle an Poesie und Humor vermittelt: Der Schauspieler Markus Pol, selbst hörender Sohn gehörloser Eltern, vollbringt diese pantomimisch-komödiantische Meisterleistung. Ein inklusives Theatererlebnis für Erwachsene und Kinder – meine liebe Nichte Cora hat mich begleitet. Als Hörender bleibt einem auf dem Heimweg noch lange das zum geflügelten Wort gewordenen Zitat „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist unsichtbar“ im Ohr, das hier besonders einprägsam vertont wurde. #derkleineprinz #lepetitprince #antoinedesaintexupéry @rita.luksch #markuspol #georgoluksch @amelie.persche#musikpoesie #gebärdensprache #inklusion @ensemble21_vienna 10.6.25 Peter Jungmayer auf Instagram

Radiobeitrag bei freies Radio Freistadt am 1.2.2025 über DER KLEINE PRINZ https://cba.media/694203
10.12.2024 – DER KLEINE PRINZ
Die Inszenierung von DER KLEINE PRINZ, basierend auf Antoine de Saint-Exupérys unvergesslichen Meisterwerk, wird durch die beeindruckende schauspielerische Leistung von Rita Luksch zu einem besonderen Theatererlebnis. Rita Luksch erweckt mit beeindruckender Authentizität die Figuren zum Leben und verleiht dem Stück emotionale Tiefe. Ihre Darstellung verbindet Stärke und Zartheit, die die philosophische Tiefe und die Magie des Stückes ausmacht. Besonders hervorzuheben ist ihre Interpretation des kleinen Prinzen und des Piloten, indem sie die kindliche Unschuld und die erwachsene Nachdenklichkeit nuanciert herausarbeitet und so der Einsamkeit und der Sehnsucht nach wahrer Verbindung den nötigen emotionalen Raum gibt. Sie zeigt anhand weiterer Begegnungen, wie der Rose und dem Fuchs, wie komplex und widersprüchlich Liebe und Vertrauen sein kann.
Die Musik von Grammy-Preisträger Georg O. Luksch unterstützt ihre Performance. Er verbindet Melodien mit Sphären. Zudem beweist er als alter König ohne Untertanen schauspielerisches Talent. Gemeinsam mit den gefühlvollen Interpretationen der Sängerin und Violistin Amelie Persché öffnet das Ensemble die Herzen des Publikums. Als Fuchs schlüpft sie auch in eine kleine, aber gewichtige und ausdrucksstarke Rolle.
Rita Luksch verzaubert das Publikum und lässt die Geschichte von Freundschaft, Liebe und den großen Fragen des Lebens in einem neuen Licht erscheinen. Die Inszenierung des zeitlosen Klassikers erstrahlt in einer neuen, frischen und zutiefst berührenden Dimension.
Kritik: Michaela Springer; www.musicalcocktail.info/
Ensemble21: „Der Kleine Prinz“ als zauberhaft poetisches Musiktheater, Veröffentlicht von Anja Schmidt

Eine besonders bezaubernde Produktion ist dem Ensemble21 mit einer Stückfassung von Antoine de Saint-Exupérys zeitlosem Romanklassiker „Der Kleine Prinz“ gelungen… Rita Luksch mit ihrem lebendigen Spiel, Amelie Persché mit Gesang und Viola und Georg O. Luksch als Musiker und Darsteller machen das Stück zu einem Gesamtkunstwerk.
Vielschichtigkeit von Text, Bildern und Klängen
Die Stationen des Kleinen Prinzen werden mit einigen wenigen Requisiten ausgestaltet, und umso mehr wird der Fantasie des Publikums großer Raum geboten. Rita Luksch nimmt die Zusehenden mit auf die Reise des Kleinen Prinzen und verkörpert dabei alle Charaktere, die ihm begegnen, bis auf den König, der von Georg O. Luksch gemimt wird, und den Fuchs, den Amelie Persché darstellt. Letztgenannte begeistert zudem durch ihren Gesang und ihr grandioses Spiel auf der Bratsche.
Sehr differenziert gelingt es Rita Luksch, den kindlichen Zugang des Kleinen Prinzen der erwachsenen Sicht des Piloten gegenüberzustellen. Großartig spiegelt sich das auch in der Körpersprache wider, wenn Luksch dem Kleinen Prinzen eine kindliche Gangart verleiht und ihren Sprachduktus entsprechend verändert. Ingesamt bezaubert die Produktion durch ihre Vielschichtigkeit von Text, Bildern und Klängen sowie durch ihre poetische Sprache. Ein sehr berührendes, ideenreiches Musiktheaterstück! hier weiterlesen…
DER KLEINE PRINZ Uraufführung (Heinz Wagner / Kurier):
Berührend-fantasievolle Version im „Gleis 21“ (Wien). Rita Hatzmann-Luksch schlüpft in fast alle Rollen – vom kleinen Prinzen selber über den Piloten, die Bewohner_innen jener Planeten, die er besucht bis zu Tieren und Blumen. Nur zwei Rollen werden von anderen gespielt, die mit ihr die kleine Bühne bespielen und die die meiste Zeit der rund zweistündigen Produktion (eine Pause) musizieren. Der Musiker Georg O. Luksch sorgt in seinem kleinen fast historisch wirkenden Elektronik-Live-Studio für die passende musikalische Begleitung. In manchen Szenen übernimmt die junge Bratschistin Amelie Persché die poetisch-musikalische Untermalung. Sie hat auch Bilder zur Hauptfigur und so mancher Schlüssel-Szene gemalt.

Neben dem Plädoyer für Fantasie spielt im „kleinen Prinzen“ auch der Aufbau von Vertrauen – vor allem am Beispiel der Begegnung mit dem Wüstenfuchs – aber auch vom Erkennen von Einzigartigkeit eine große Rolle. Wozu ein Rosengarten mit 5000 Blumen, wo doch jede einzelne so wertvoll ist – bei achtsamen Umgang. Und damit wird – ohne mit dem Zeigefinger draufzuhalten DAS zentrale aktuelle Thema des achtsamen Umgangs mit Natur sanft aber doch deutlich angespielt. kurier.at
„Der kleine Prinz“ Vienna-Journal
…Mit der von Georg Luksch komponierten Musik, sowie die gefühlvolle Bogenführung auf der Bratsche mit den feinen Zwischentönen durch Tochter Amelie, bekam die fast zweistündige, vollkommen frei vorgetragene Erzählung, eine besondere Note. Die persönliche Darstellung des besitzergreifenden Königs, von Georg Luksch, und des noch etwas scheuem Fuchses, verkörpert durch Amelie, brachte unvorhergesehene, gut eingebaute Abwechslung in den Einzelvortrag, der an Ausdruckskraft nichts zu wünschen übrig ließ. Auch die hübsche, wohlklingende Gesangsstimme Amelies bezauberte… Man darf der Familie Luksch zu so viel Schaffenskraft und nicht alltäglichen Gestaltungsideen gratulieren… www.vienna-journal.at
Heinz Wagner hat zu unserer Vorstellung mit THERESE eine einfühlsame Rezension veröffentlicht:
…Ihr Jugendfreund, der ihr eher Freund ist, während er mehr zu wollen scheint, studiert in Wien Medizin. Doch schon in Salzburg verliebt sie sich in einen Leutnant. Und da reicht der Schauspielerin ein Blick und eine Nuance an Veränderung der Stimme, um dies ins Publikum schwingen zu lassen, wenn sie von der ersten flüchtigen Begegnung mit diesem erzählt. Viel intensiver, wenngleich auch nur mit minimalen Bewegungen und gedämpfter, verzweifelter Stimme, schildert Luksch etwa jene Momente, als sie ihr Kind aus einer Liebschaft mit einem Künstler, der sich schon davor verflüchtigt hat, zur Welt bringt. Was soll sie tun? Zur Mutter nach Salzburg kann und will sie nicht zurück. Um das Kind als alleinstehende Frau, die angewiesen ist, andere Kinder in Diensten zu betreuen, kann sie sich nicht kümmern. So gibt sie Franz in Pflege bei einer alleinstehenden Bäuerin. Und ist nur alle zwei, drei Wochen glücklich, wenn sie ihren Sohn besuchen kann. Von dem sie sich aber dennoch zunehmend entfremdet. Bis hin zum tödlichen Drama als er ein junger Erwachsener geworden ist… https://kijuku.at/buehne/junge-frau-und-ihr-schicksal

„In Arthur Schnitzlers erzählerischem Werk führt „Therese. Chronik eines Frauenlebens“ ein Schattendasein neben ihren glamouröseren literarischen Geschwistern „Leutnant Gustl“ und „Fräulein Else“ – zu Unrecht, wie nun in einem packenden Monodrama zu erleben war, in dem die Schauspielerin Rita Luksch, die auch selbst die zweistündige Bühnenfassung erstellt hat, in die Rolle der Therese Fabiani schlüpft, die sie über drei Jahrzehnte vom jungen Mädchen bis zur reiferen Frau darstellt, in mondänen Hosen zur Gouvernantenbluse. Es ist dies der Fall einer gescheiterten weiblichen Selbstermächtigung in Zeiten ohne soziales Netz und gesellschaftliche Akzeptanz für eine, die sich mehr vom Leben erwartet hätte, als es das traditionelle Rollenbild hergibt. – Therese, klug, gebildet und aus gutem Haus, verweigert sich den Avancen eines reichen, älteren Grafen, auch der solide Schulfreund ihres Bruders, ein angehender Arzt, scheint ihr nicht der Richtige zu sein. Ihr steht der Sinn nach feschen, jungen Offizieren oder Künstlern, aber die sind nur auf Liebesabenteuer aus und stehen nicht für die Konsequenzen ein.
Als ledige Mutter bleibt ihr nichts anderes übrig, als das Kind gegen Bezahlung zu Pflegeeltern aufs Land zu geben und selbst als Erzieherin bei anderen Familien in Dienst zu gehen… – Rita Luksch, die eine exzellente Sprecherin ist, setzt ganz auf Emotionen, mit denen sie das Publikum in die Geschichte hineinzieht und Anteil an Thereses tragischem Schicksal nehmen lässt. Sie überzeugt abwechselnd als kokette, überlegte, leidenschaftliche und desillusionierte Frau. Wenn dann noch der völlig missratene Sohn aus ihr spricht, gibt das einen schaurigen Verfremdungseffekt. – Wieder einmal zeigt sich, dass es ganz wenige Mittel braucht, um bewegendes Theater zu machen: atmosphärisches Licht, ein Tischchen, drei Stühle, ein paar Requisiten. Kongenial unterstützt wird die Darstellerin vom Multiinstrumentalisten Georg O. Luksch, der dazu mit Live-Elektronik, Percussion, Gitarre und Mundharmonika einen dramatischen Sound unterlegt. – Kulturgenuss mitten im Sonnwendviertel, nur wenige Gehminuten von mir daheim.“
#therese #arthurschnitzler @rita.luksch #georgoluksch@gleis21wien 24.3.25 Peter Jungmayer auf Instagram

23.3.2025 THERESE
Das Theaterstück mit musikalischer Untermalung THERESE nach Arthur Schnitzler von Rita Luksch erzählt die Geschichte einer Frau, die den Mut findet, sich gegen die Konventionen ihrer Zeit aufzulehnen. Es ist ein One-Woman-Kammerspiel voller leiser Intensität, das Fragen nach Identität, Freiheit und gesellschaftlicher Erwartungen aufwirft.
Therese lebt in einer Welt, die ihr einen Platz zuweist, in den sie sich fügen soll. Aber sie rebelliert, bricht aus und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Es ist ein hartes Leben, indem sie Männer ausnützen und sie sich mit einem unehelichen Kind allein durchschlagen muss. Aus Scham verheimlicht sie ihren Sohn und gibt es in Obhut fremder Leute, während sie als Erzieherin in reichen Häusern arbeitet. Hätte sie ihren Verehrer, der Arzt studierte, nicht betrogen oder den von der Mutter bevorzugten alten, wohlhabenden Mann geehelicht, wäre ihr Leben wohl anders verlaufen. Ihr Ende wäre vermutlich nicht so grausam gewesen. So beschreitet sie ihren selbstbestimmten Weg.

Es ist keine offene Rebellion, die in ihr wächst, sondern stets ein stilles Erkennen. Sie hinterfragt und betrachtet ihr Leben nicht mehr als unabweichliches Schicksal, sondern eines, das sie selbst formen kann. Therese ist eine Frau zwischen Anpassung und Erwachen.
Rita Luksch erzählt die Geschichte mit viel Feingefühl. Die Inszenierung setzt auf Reduktion, eine karge Bühne, abstrakte, aber symbolhafte Filmprojektionen und wenig Requisiten. Dadurch rückt das Spiel von Rita Luksch in den Mittelpunkt. Jede Bewegung, jede Stille und jede Stimmvariation bekommt dadurch eine besondere Bedeutung. Sie trägt das Stück mit einer beeindruckenden Intensität.
Die Musik von Georg Luksch ist mal treibende Kraft, dann wieder emotionaler Verstärker. Die musikalische Untermalung ist zurückhaltend, fast minimalistisch, aber deshalb so wirkungsvoll. Sie macht die unausgesprochenen Gefühle sichtbar. Die Musik ist hier kein schmückendes Beiwerk, sondern ein essenzieller Teil der Erzählung.
THERESE ist kein lautes Stück. Es erzählt von den Kämpfen, die viele Frauen in dieser Epoche führen mussten. Rita Luksch schafft es mit wenig Mitteln eine dichte und emotionale Atmosphäre zu erzeugen, die lange nachwirkt. KRITIK: Michaela Springer, https://www.musicalcocktail.info/Therese/

„Therese“ – Ein schicksalhaftes Frauenleben zieht in seinen Bann Veröffentlicht von Anja Schmidt
„Therese“, der zweite und zugleich letzte Roman von Arthur Schnitzler, erschienen im Jahre 1928, wurde von Rita Luksch für die Bühne adaptiert und stimmungsvoll zur Aufführung gebracht.
Der Abend gleicht fast einem Multimedia-Ereignis (mit Musik und experimentellen Bewegtbildern), in dessen Mittelpunkt das gesprochene Wort steht: Luksch bewältigt in den rund zwei Stunden (die Pause nicht miteingerechnet) bravourös eine schier unglaubliche Textmenge. Die Schauspielerin und Co-Gründerin des Ensembles21 hat das schicksalhafte Leben der jungen Therese Fabiani, ursprünglich aus gutem Hause stammend, in ein atmosphärisch dichtes Frauenporträt verwoben, das das Publikum in seinen Bann zieht.
Rita Luksch haucht der Romanfigur als Ich-Erzählerin und einigen, wenigen anderen Rollen auf packende Art und Weise Leben ein, verkörpert den unerfahrenen Backfisch ebenso wie die von zahlreichen Schicksalsschlägen gebeutelte junge Frau. Thereses Weg von Salzburg nach Wien wird in vielen Episoden greifbar nachgezeichnet, ein Dienstverhältnis als Kinderfräulein folgt dem nächsten, in ihren Liebesbeziehungen erfährt Therese kein Glück. Als die junge, ledige Frau schwanger wird, sieht sie sich gezwungen, ihren kleinen Sohn bei einer Bauernfamilie auf dem Land in Pflege zu geben. Viel Raum widmet Hatzmann-Luksch dieser komplexen Mutter-Sohn-Beziehung, die über die Jahre – Sprößling Franz gerät auf die schiefe Bahn – an Dramatik zunimmt.

Mit wenigen Requisiten und kunstvoll eingesetzter Stimmführung gelingt Rita Luksch ein faszinierendes Frauenporträt, angesiedelt an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, das aber auch heute noch zum Nachdenken und Reflektieren einlädt. Keineswegs unbeteiligt daran sind auch die Kompositionen, die Georg O. Luksch als grandioses Klang-Universum beisteuert. Lukschs Instrumente – Keyboards, Gitarre, Melodica oder sogar eine Kuhglocke, um nur einige zu nennen – nehmen einen Teil der Bühne ein, lassen aber genug Raum für das gesprochene Wort. Die Musik setzt wichtige Akzente, untermalt die Stimmung und macht Cuts in der Handlung. Erich Heyduck wiederum lässt in seinem Experimentalfilm Szenen aus dem Wien der Jahrhundertwende zu stummen Zeitzeugen werden – optisch stark verfremdet, gerade noch erkennbar, regen die aneinandermontierten Abfolgen von Menschen in der Straßenbahn und im Prater gekonnt die Fantasie an.
Fazit: Nicht nur Schnitzler-Fans werden diesen Abend in vollen Zügen genießen können. Das Ensemble21 hat hier, in einem neuen Kulturraum, den es zu entdecken gilt, ein wahrhaft stimmiges, facettenreiches Frauenporträt geschaffen. Absolut sehenswert!

Wer sich weiter in die Materie vertiefen möchte oder dem Dargebotenen noch einmal lauschen möchte, dem sei das musikalische Hörbuch in Form von zwei CDs ans Herz gelegt. (20,- Euro zuzüglich Versandkosten, zu bestellen unter kontakt@ensemble21.at) www.anja-schmidt.at
Pressestimme über THERESE Uraufführung im Gleis 21 (Heinz Wagner / Kurier):
…Was ein wenig distanziert bei der Schilderung der Jugend von „Therese“ in Salzburgbeginnt, wird bald dicht und dichter. Ob die wechselvollen Lebenslagen samt dazugehöriger Gefühle und Stimmungen der Hauptperson vor allem in Wien oder – in eher wenigen Situationen – auch die Rollen anderer Personen, die ihr nahestehen: Rita Luksch vermittelt die gewaltige Textfläche in den zwei Stunden ohne Momente der Langeweile aufkommen zu lassen.
Sie selbst hat Arthur Schnitzlers gleichnamigen Roman, in der Rezeption mitunter als innerer Monolog beschrieben, in eine Bühnenfassung umgearbeitet. Und macht dieses Frauenschicksal Ende des 19. Und Anfang des 20. Jahrhunderts auf der kleinen Bühne des neuen Veranstaltungsraumes im gemeinschaftlichen Wohnprojekt „Gleis 21“ im Sonnwendviertel lebendig. Die Mutter, verarmte Adelige, will die Tochter mit einem alten Adeligen verkuppeln, um die Familie nach dem Tod des Ehmanns und Vaters, einem Offizier, finanziell zu sanieren. Ihre in Zeitschriften abgedruckten schwülstigen Drei-Groschen-Romane bringen nicht allzuviel ein. Doch Therese ist schon früh trotz des Umfelds eine sanft-kämpferische Frau, die ihren Weg gehen will. Sie flüchtet nach Wien und begibt sich „in Stellung“, als Kindermädchen bei wohlhabenden Familien. Die sie immer wieder wechseln muss…
Trotz vieler erforderlicher Kürzungen aus den rund 300 Seiten des Romans, lässt das Stück Figur, Zeit und darüber hinaus so etwas wie Typisches eines Schicksals einer Frau, die praktisch in allen Lebenslagen diskriminiert wird, plastisch werden. Kongenial unterstützt und begleitet wird die Schauspielerin von Live-Musik und – vor allem -Geräuschen von Georg O. Luksch. Abgesehen von zwei Gitarren- und einigen Mund-Melodika-Einsätzen „operiert“ der Musiker inmitten eines kleinen elektro-akustischen Experimental-Tonstudios. Die spannenden Klänge und Klangexperimente drängen sich – trotz starker optischer Präsenz auf der Bühne – nie in den Vordergrund. kurier.at


30. Sept. 2024 European Cultural News: …Es ist die herausragende Schauspielkunst von Rita Luksch, die einem alles Erzählte plastisch vor Augen führt… Einen maßgeblichen Beitrag zum Gelingen der Inszenierung trägt Georg O. Luksch mit seinen musikalischen Impressionen bei. Mit elektronischer Unterstützung erklingen Volksweisen, bedrohlich wirkende Klänge oder Charakteristiken einzelner Personen wie jener eines eitlen Opernsängers. Wenige Takte von Chopins Regentropfenprelude, das zarte Zwitschern eines Kanarienvogels oder das unheimliche, rhythmische Klopfen einer vermeintlichen, männlichen Bedrohung – dies alles und mehr unterstützen die Erzählung meisterlich.
Man möchte von jener Frau mehr lesen, die sich vom „nichtsnutzigen Ding“, wie sie der Hausherr in der Kinderzeit beschimpfte, zu einer zu ihrer Zeit bekannten Schriftstellerin hocharbeitete. Dass dies der Fall ist, ist dieser Inszenierung zu verdanken, die es verdienen würde, noch viele Abende gespielt zu werden. Nicht nur im kleinen Theaterraum des Gleis 21.“- european-cultural-news.com
Pressestimme von der ADA CHRISTEN – DIE STIMME DER VERLORENEN Uraufführung im Gleis 21 (Heinz Wagner / KIJUKU):
…Wie schon in vorangegangenen Produktionen von „Ensemble 21“ verkörpert die Schauspielerin die jeweiligen Figuren so hautnah, dass ihr sogar Tränen die Wangen runterlaufen, wenn die Person in der Geschichte weint. Und ebenso wird sie auf der Bühne vom Live-Musiker Georg O. Luksch (mit dem sie auch verheiratet ist) begleitet. Er bedient wieder ein kleines Cockpit an elektronischen Instrumenten, neuerdings auch ein „Soma-Terra“, erneut eine Erfindung von Vlad Kreimer wie schon die „White Pipe2, mit der der Musiker in früheren Produktionen spielte. Stets auf der Suche nach neuen ausgefallenen Instrumenten habe er immerhin das Exemplar mit der Seriennummer 6 dieses polyphonen und mikrotonale Synthesizers mit einer Vielzahl an Berührungs- und Bewegungssensoren – eingebaut in einer Art Holzbrett… kijuku.at

Ada Christen: Eine wiedererweckte Stimme Wiens – von Tobias Schwaiger
…“Ich wollte den Blick der Kinder einfangen„, meint Rita Luksch. Das gelingt nicht nur durch die detailreichen Schriften von Ada Christen selbst, sondern auch durch das Schauspiel von Luksch. Das Publikum wird an die Hand der kleinen Christl genommen und durchlebt mit ihr die Härte des 19. Jahrhunderts. Rita Luksch visualisiert die Kälte des Winters, das Klappern der Zähne und die Sehnsucht nach dem warmen Kämmerchen. Jedoch verkörpert Luksch auch die Leichtigkeit eines Kindes, das Leuchten in den Augen und deren Unschuld inmitten der Armut. Zwischen den vielen Charakteren hin und her wechselnd, gelingt es der Wiener Schauspielerin, eine Immersion zu kreieren, die den Saal am Gleis 21 komplett füllt. …“Es ist eine ganz andere musikalische Welt, in die das Terra das Publikum entführt,“ verbildlicht Georg Luksch die Möglichkeiten des Synthesizers… Also keine klassische Klavier-Untermalung oder das für die damalige Zeit übliche Schrammelquartett. Der Grammy-Gewinner [für Club 69 im Jahr 2000; Anm.] untermauert die schauspielerische Darbietung seiner Ehefrau mit dem Programmieren von Moods (Gemütszustände) auf dem Terra. Eine passende unkonventionelle Musik für die Überwindung der skurrilen Konventionen dieser Zeit. Georg O. Luksch vergleicht sich in seinem Schaffensprozess mit einem Bildhauer, der nach und nach den wahren Ausdruck seines Kunstwerks „freischlägt“. Dabei vermischen sich Hip-Hop-Beats mit synthetischen Tönen und sogar mit dem vom Terra hervorgerufenen Gesang. www.kulturwoche.at

Ensemble21 mit „Kaleidoskop der Leidenschaft“: Barfuß-Reise durch Traumwelten und Klangsphären, Veröffentlicht von Anja Schmidt
Rita Luksch, Schauspielerin und Co-Gründerin des Ensembles21, schöpft in ihrem selbstverfassten Text aus ihrer eigenen Biografie: Kindheitserinnerungen von Spaziergängen der jungen Familie auf der Schmelz, über den Schoko-Nikolo, der an die Ameisen im Wald abgetreten werden musste, bis zu den roten Haaren, die sich die damals Zwölfjährige selbst färbte, hin zur Initialzündung, als sich der Berufswunsch, Schauspielerin zu werden, auch gegen den Willen der Eltern, manifestierte.
Ihrem umfassenden beruflichen Lebenslauf, der Luksch Stationen im Wiener Burgtheater und in Potsdam-Babelsberg bescherte, stellt sie ihren privaten mit zwei Kindern und, nach einer Trennung, einer neuen Beziehung gegenüber. In ihren Monolog hat Rita Luksch, den sie sprechsingend barfuß darbietet und zuweilen für einen Tanz unterbricht, die Lyrik der bulgarischen Poetin, Malerin und Sängerin Gergana Popova geschickt hineinverwoben. Zusammen ergeben die beiden Textebenen ein intensiv erlebbares Wortgemälde…

Um sich noch einmal in die Klangwelten des Dargebotenen vertiefen zu können oder um sich einen akustischen Vorgeschmack zu gönnen, dem sei das musikalische Hörbuch in Form einer CD – das Booklet wartet mit Textauszügen aus dem Programm auf – ans Herz gelegt. Erhältlich ist dieses um 15,- Euro, zuzüglich 3,- Versandkosten, unter kontakt(@)ensemble21.at
Fazit: „Ka l eidoskop der Leidenscha f t“ ist ein Stück, auf das man sich mit der gebotenen Aufmerksamkeit einlassen sollte, sehr lebhaft und innig gespielt, mal heiter, mal nachdenklich stimmend. Großartig! www.anja-schmidt.at
Pressestimme zur KALEIDOSKOP DER LEIDENSCHAFT Uraufführung im Gleis 21 (von Heinz Wagner / KIJUKU):
Bunte, bewegende, berührende musikalische (Wort-)Bilder
…Schon früh hatte sie den Wunsch Schauspielerin zu werden. Als solche sei sie nicht auf ein Leben beschränkt, sondern könne in die Rollen vieler Personen und deren Leben schlüpfen. Wurde es ja auch – quod erat demonstrandum (was zu zeigen war) – wie es bei mathematischen Beweisableitungen in der Schule und Wissenschaft oft heißt. Aber gegen Widerstände. Bedenken der Oma, starkes Dagegenreden des Vaters, der sich sonst recht weltoffen gab. Aufblühende, erfüllende Eltern, romantische-, Natur-Lieben und Trennungen, Geburt der Kinder, Erfolge auf Bühnen und vor Kameras, eigene Theatergruppe und Projekte – wo niemand dreinredet. Aber gern auch Miteinander. Mit dem Musiker auf der Bühne, seit einigen Jahren auch Lebenspartner… kijuku.at

Kaleidoscope of passions – Verantwortlicher Autor: Nadejda Komendantova
Veranstaltungsort Gleis21 Kulturraum [ENA] “We are all lonely and nobody will die for us”, were the words of the famous French philosopher Jean Paul Sartre. The performance of Rita Luksch is about loneliness in various stages of life, loneliness even despite love of other people and company about other people. It even starts with the description of the emotions of the child who is desperately trying to get attention of his parent… www.european-news-agency.de
Elektra – Verantwortlicher Autor: Nadejda Komendantova
…The topic of violence and power abuse is being thematized by the author and actress Rita Luksch and by a musician and composer Georg Luksch in the theater performance “Elektra” which was inspired by the ancient Greece story about Elekta daughter of powerful Agamemnon who was murdered by his wife. The play included a careful review of the Ancient Greece story while being performed very emotionally by Rita with dynamic music of Georg and innovative video elements on the background. While being performed by two artists the performance takes someone’s attention until the end while stimulating thinking about inequalities and power abuse in a modern society… www.european-news-agency.de

Pressestimme von der ELEKTRA Uraufführung im Gleis 21 (Heinz Wagner / Kurier):
DJ Elektra und die voll oage Familie. Die griechische Tragödie rund um Elektra als heftiges Solo- Schauspiel mit Live-Multimedia-Musik und Video – Sehr heutige Version.
Neu geschrieben, inszeniert und in allen Rollen gespielt, und das sehr auf den Punkt gebracht, heftigst, kalte Schauer über den Rücken laufen lassend von Rita Luksch. Kongenial ergänzt, erweitert, unter„malt“ durch Live-Musik von Georg O. Luksch. Begleitet im Stil eines künstlerischen Musik-Videos (Experimentalfilmer Erich Heyduck). Optisch betont durch mitunter blitzige, dann wieder spooky Lichtstimmungen (Lukas Kaltenbäck) Starkes Schauspiel + ebensolche Live-Musik
In DJ-Manier spielt er auf analogen Musikgeräten von einer „keltischen“ Harfe aus Pakistan, die an eine griechische Lyra erinnert über ein Glockenspiel und Geräusch-Instrumente ebenso wie auf digitalen Mischpulten. Sie agiert an drei verschiedenen Mikrophonen sowohl als Erzählerin als auch in den Rollen der Hauptfiguren, zwischen denen sie fast nahtlos hin- und her switcht. Von Angst, die aus den Augen blitzt bis zur beinahe unbändigen Mordlust lässt sie das Publikum alles erahnen, fast spüren. Ihre Sprache/Stimme wird in der Musik oft verdoppelt – jeder der Charaktere hat ihren/seinen eigenen Sound. kurier.at
