vergangene Projekte

„Schönwettermenschen im Regen“ 

Komödie über zwei ungleiche Nachbarinnen

von und mit Tina Goebel und Rita Hatzmann, Regie: Rita Hatzmann

„Der Saal war überfüllt wie ein sizilianisches Kino, die Stimmung war von der ersten Pointe an „bombe“... die Leute kreischten vor Vergnügen und weinten echte Tränen bei den traurigen Stellen.“ (taz)

„Sie sorgen Lachen im vollbesetzten Saal – über Situationen, die den meisten selbst nicht so ganz unbekannt sein dürften, denn aus Alltagserlebnissen schöpften die beiden Darstellerinnen, die die Geschichte auch selbst geschrieben haben.“ (Kurier) 

Die Journalistin Katharina, muss alles unter einen Hut bringen. Im Job erfolgreich, jongliert sie auch das Familienleben. Da stolpert die chaotische Leila in ihr Leben. Die junge Schauspielerin befindet sich ständig auf der Suche nach dem nächsten Job und nach ihrer Traumrolle. Der Beginn einer nicht immer konfliktfreien aber sehr amüsanten Frauenfreundschaft. Plötzlich werden sie im Grübeln über ihre Erste-Welt-Probleme jäh von der gegenwärtigen Flüchtlingskrise unterbrochen. Dieses Thema scheint die beiden zu entzweien. Wird daran die Freundschaft zerbrechen? Unterstützt wird der Inhalt durch Songs mit neugeschriebenen, humoristisch-kritischen Texten, diese werden zu Gitarre, Klavier und eigens erstellten Playbacks an besonders emotionalen Stellen des Stücks von den Schauspielerinnen live gesungen. Ein überaus unterhaltsames Plädoyer für die Frauenfreundschaft.

Entstehungsgeschichte

Ein Jahr lang haben die Schauspielerin Rita Hatzmann und die Journalistin Tina Goebel Geschichten, Anekdoten und Begegnungen aus ihrem Leben und dem anderer BewohnerInnen des Sonnwendviertels gesammelt und niedergeschrieben. In Improvisationen haben sie aus diesem Material ein Stück geflochten, das die aktuelle Realität junger Frauen von heute widerspiegelt. Im Zuge dieses Prozesses schlüpfen sie jeweils in die Rolle der anderen – die Journalistin in die Rolle einer angehenden Schauspielerin und Rita Hatzmann spielt die toughe Nachrichtenredakteurin.

Tina Goebel: „Es ist sehr amüsant, die Rolle der Leila zu spielen. Außerdem kann ich endlich meine vielen verrückten Erlebnisse theatralisch verarbeiten – ich bin sicher, dass das Publikum oft denken wird, die Geschichten seien erfunden, aber sie sind alle wahr.“ 

Rita Hatzmann: „Wir haben höchstens den dramaturgischen Ablauf etwas abgeändert. Indem ich mich in die Situationen der Journalistin begebe, kann ich viele ernste Themen auf komödiantische Weise umsetzen.“ 

Katharina, die Intellektuelle, ist als Journalistin täglich mit den Auswirkungen der Flüchtlingskrise in Europa konfrontiert und emotional nahe am Burnout. Sie ist verheiratet, ein Kind, der Mann ein Workaholic. So versucht sie alles alleine auf die Reihe zu bekommen, bis ihre eher konservative Welt durch Unvorhergesehenes zerfällt. Leila, die intelligent-lebenslustige, sprüht vor Ulk und pubertärem Gehabe. Sie versucht soviele Männer wie möglich zu daten, kommt in eine Sinnkrise und projiziert ihre Probleme auf das Flüchtlingsthema. 

Leila und Katharina entwickeln auf jeweils spezifische Weise einen „Humor-Kanal" zum Publikum. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber dennoch gemeinsame Ziele haben. Internet-Singlebörsen und Dating-Apps führen zu der Erkenntnis, dass man nichts erzwingen kann. Zum Ende hin beschließen die beiden mit dem bestehenden (Männer-) Material zu arbeiten, lockerer und toleranter zu sein. So sind sie dem Glück ein Stück näher gekommen - wenn auch noch nicht alle Wünsche erfüllt sind. Diese Leichtigkeit überträgt sich auf das Publikum, das mit einem Lächeln in der Seele nach Hause geht.

Uraufführung am 8. Juni 2016 im Sovieso-Saal Wien, seither erfolgreich im Burgenland, in NÖ, Wien und OÖ gespielt


„Der Sturz der Möwe“ 

zwei Personen Stück in drei Variationen von Margarita Kinstner

Regie: Michael Grimm, es spielen: Rita Hatzmann und Erich Knoth, Musik: Alexander Weiß

Szenen einer Ehe dreimal anders - der gleiche Abend eines Paares wird in drei Variationen durchgespielt, jedesmal nimmt die Geschichte eine überraschende Wendung.

Zwei Figuren aus Anton Tschechows Möwe, Mascha und Simon werden zu zeitgenössischen Hauptrollen. Die Geschichten der Charaktere rundherum, die Generationen übergreifenden Verstrickungen, werden durch das Leben und Empfinden der beiden erzählt. Das Stück entstand aus der Gruppe heraus, in eine literarische Form brachte es Margarita Kinstner, bekannt durch die Romane „Mittelstadtrauschen“ 2013 sowie „Die Schmetterlingsfängerin“ 2015 erschienen bei Deuticke.


Publikumsrückmeldungen: "Super feinfühlig emotional, lebensbezogen und so nahe in unserem Beziehungsdasein! Hat mich sehr begeistert und bewegt. Schön euch erlebt zu haben. Ihr seid ein tolles Team.

“Großartig gespielt! Gratuliere, glaubte ihr lebt das Stück richtig.”

“Für mich war das emotional so stark, ich habe vergessen dass ich im Theater bin. Es war einfach wie mittendrin, live dabei.”


Inhalt:

Mascha und Simon sind seit zwölf Jahren ein Ehepaar. Simon heiratete aus Überzeugung. Mascha dachte, sie wäre bei Simon gut aufgehoben. Bald nach der Heirat bekamen sie einen Sohn. Mascha fühlte sich aber sehr stark von Konstantin angezogen; dieser erschoss sich aus unglücklicher Liebe zu einer anderen Frau. Maschas Mutter war schon lange in den Arzt Dorn verliebt, schaffte es aber nie ihren Mann zu verlassen. Dieser unterschwellige Konflikt der Eltern lebt in Mascha weiter. 

Die Szenen spielen in der Gegenwart. Simon versucht krampfhaft die Ordnung zu erhalten, Mascha ist unglücklich mit ihrer Situation. Als sie bei ihrer Arbeit für die städtische Bücherei einen jungen Autor kennen lernt, erwachen in ihr vergrabene Sehnsüchte. Durch die bevorstehende Scheidung ihrer Eltern wird Mascha klar, dass auch sie eine Entscheidung treffen sollte. Aus dem vermeintlichen goldenen Käfig auszubrechen, würde für sie jedoch bedeuten, alles hinter sich zu lassen. Sogar ihren zwölfjährigen Sohn, der sich hinter seiner lauten Musik verschanzt.


Uraufführung am 6. November 2014 Styraburg Festival, Altes Theater Steyr, seither erfolgreich in Wien, Steiermark, OÖ und NÖ gespielt

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